Fertige Themes für WordPress – Pro und Contra

Der Siegeszug von WordPress ist unter anderem dadurch entstanden dass man nicht zwingend programmieren können muss um eine Website zu erstellen.

Übersicht für kaufbare WordPress Themes
Ganz einfach fertige Templates kaufen?

Die einfache Installation des Content Management Systems und die Tatsache dass man viele kostenlose und (noch mehr) kaufbare fertige Templates (Themes) für das WordPress System bekommt, hat einen sehr großen Teil dazu beigetragen dass WordPress das meist installierte System im Netz ist.

Fertige Themes für WordPress – Pro

Die meisten fertigen Themes bekommt man in großen Portalen unter 100 Euro. So ein Template für die eigene Website einzusetzen ist relativ einfach. Zahlen, runter laden, im WordPress installieren und man kann los legen.
Die fertigen Elemente einsetzen und ausfüllen mit eigenen Bildern und den evtl. schon vorbereiteten Texten. Ein paar Einstellungen noch, und schon kann man online gehen.
Für technikaffine User ist es kein Problem so seine eigene Website zu erstellen.
Fazit: Man kann mit wenig Kosten in relativ kurzer Zeit seine eigene Website online stellen.

Es gibt es noch wesentlich ausführlichere Themes mit denen man fast alles umsetzen kann. Elemente ohne Ende in jeder Farbe und Schrift anwendbar. Hört sich schon mal nicht schlecht an, die Nachteile dazu lesen Sie unten.

Schnell mit der modernsten Technik online gehen: Meistens sind in dem aktuellen Templates alle möglichen moderne Elemente die man nutzen kann. Solche einzelnen Elemente spezifisch für eine Website zu erstellen heißt Aufwand und Kosten. (Hintergrundfilme, Animationen, Slider, …)

Hier finden Sie fertige Themes für WordPress

Fertige Themes für WordPress – Contra

Fertige Templates sind entweder einfach reduziert oder total überladen. Reduziertere Themes sind oft die bessere Wahl wobei man nicht viel bis gar keinen Spielraum hat. Änderungen am Layout oder andere Elemente sind nicht möglich und man ist an die fertige Struktur gebunden- Wenn einem Kleinigkeiten nicht gefallen muss man trotzdem damit leben.
Die meisten Entwickler von Templates die zum Kauf angeboten werden haben darauf reagiert und liefern sehr umfangreiche Ausführungen. Hier kann man sich schon bei der Voransicht in den Live-Demos unter 4 bis 20 verschiedenen Versionen des Templates entscheiden.

Flexibel um jeden Preis

Bei der Installationen kommen dann schon mal bis zu 30 Plugins mit die man braucht um alle Ideen des Entwicklers umsetzen zu können. Da ist dann auch gerne mal ein Editor eines Drittanbieters dabei (den man als Pro Version dann evtl. kaufen oder mieten muss). Mit so einem umfangreichen Theme kann man sehr flexibel seine Seite aufbauen. Jede Schrift, Schriftart, Farben und Elemente sind einstellbar. Diejenigen die grafisch nicht sonderlich begabt sind stoßen hier schon an Ihre Grenzen. Die Seite könnte hinterher aussehen wie ein Sammelsurium von Farben und Boxen die nicht zueinander passen. Man müsste also jedes, sich wiederholende Element extra so einstellen  wie die vorherigen sind. Bei vielen Boxen auf die Seite verteilt sitzt man dann einige zeit bei einer Änderung.

Mit dem LKW zum Wochenendeinkauf

So fühlt es sich zumindest an. Um maximale Flexibilität zu gewährleisten schleppt das Template jede Menge Scripte und Möglichkeiten mit von denen man nur einen kleinen Teil tatsächlich für die Umsetzung seiner Website braucht. Man zieht also immer einen unnötigen Klotz mit, der nicht nötig wäre. „Na und?“ würden jetzt viele raunen „Solange meine Website anständig aussieht und funktioniert …“
Aus Sicherheitsgründen sollte man immer alle Updates von WordPress zügig umsetzen und die Schnelligkeit  der Website ist inzwischen ein Rankingfaktor bei Suchmaschinen. Genau diese beiden wichtigen Aspekte werden mit dem „Klotz“ in der Seite ausgebremst.

Zu viele Plugins in einer WordPress INstallation

Bei vielen, vermutlich auch noch ungenutzten, Plugins können immer welche dabei sein die das nächste Update nicht mit machen. Entweder man ersetzt das Plugin aufwendig oder schmeißt es raus was wiederum zu Fehlern führen kann. Oder man lässt das mit den Updates einfach sein und hofft dass das veraltete System noch einige Zeit läuft bevor es gekapert wird.
Diese vielen Plugins bringen viele Scripte mit (ob man sie jetzt braucht oder nicht) die einfach in die Seite geladen werden. Dadurch wird die Seite langsam und träge was wiederum ein schlechteres Ranking zu vergleichbaren Seite bedeutet.

Nicht die ganze Welt ist schlecht

Für jemanden der schnell und möglichst kostengünstig eine eigene Website erstellen will kann das durchaus der richtige Weg sein. Das kann für ein privates Hobby oder eine Familienseite reichen und Sinn machen. Auch Unternehmen die schnell online gehen wollen könnte der Weg mit fertigen Themes eine Lösung sein.

Aber…

Unternehmen die Ihre Website als Marketing-Instrument einsetzen und die volle Leistung raus holen wollen kommen um eine individuell gestaltete Website nicht rum. Rechtssicherheit, Suchmaschinenoptimierung, CI-Anpassung und Updatefähigkeit sind nur einige Features die man im Griff haben sollte.

Wir sehen durchaus eine Daseinsberechtigung und Einsatzmöglichkeiten für fertige WordPress Themes. Bitte haben Sie Verständnis dass wir Websites die mit fertigen „Templates“ entwickelt worden sind, weder umbauen noch updaten!